Freiwillige Feuerwehr Neuenbrook

Über 125 Jahre

Am Neujahrstag 1890 trafen sich  auf betreiben des damaligen Amtsvorstehers Simon Wieckhorst 62 Männer, die die "Freiwillige Feuerwehr Neuenbrook" gründeten. Zum erstem Hauptmann wurde der Lehrer J. Schröder gewählt. 1892 wurde von der Gemeinde eine erste Spritze angeschafft. Durch Streitigkeiten traten in den laufenden Jahren immer mehr Mitglieder aus der Wehr aus, so dass sie im Jahr 1909 mit verbleibenden 18 Feuerwehrmännern fast vor der Auflösung stand.

 

Der erste Weltkrieg unterbrach die Tätigkeit der Feuerwehr. Als man sich am 8. Juli 1919 wieder traf, meldeten sich 31 Mitglieder zurück. 1924 wurde ein neues Spritzenhaus Ecke Bäckersteig/Ost gebaut, dass heute als Bushaltestelle der Schulkinder und dem Gemeindearbeiter Herrn Timm als Werkstatt dient. Im Jahr 1927 konnte ein neuer Gerätewagen angeschafft werden.  

 

Der zweite Weltkrieg erforderte ein Umdenken. Die meisten aktiven Feuerwehrmänner wurden eingezogen. Nun wurde 1940 eine Gruppe von Feuerwehrhelferinnen ausgebildet. Hierzu gehörten: Magda Harder, Käthe Köhnke, Magda Kelting, Ilse Kölling, Erna Blohm, Gertrud Hellmann, Anne Voss, Emma Strüven, Gertrud Hein und Rosemarie Susemühl.

 

1949 zählte die Freiwillige Feuerwehr Neuenbrook wieder 25 Mann. 1952 und 1953 wurden drei Feuerlöschbrunnen gebaut, da durch die Absenkung des Wasserspiegels immer mehr offene Wasserstellen versiegten.

 

Gerätehaus

Mit der fortschreitenden Technisierung wurde auch die Neuenbrooker Wehr modernisiert. 1960 wurde eine T.S.8-Spritze mit VW Transporter beschafft. Als dann in de 70er Jahren die Beschaffung eines größeren Spezialfeuerwehr-Fahrzeuges geplant wurde, musste zunächst ein größeres  Feuerwehrgerätehaus gebaut werden. Die feierliche Übergabe durch den Bürgermeister fand 1973 statt.  

 

1976 folgte dann das neue große Feuerlöschfahrzeug. Die Ausrüstung mit Sprechfunk und Atemschutzgeräten erfolgten in den Jahren 1977 und 1980.

 

Ihre Geschicklichkeit stellten die Feuerwehrmänner in den kommenden Jahren unter Beweis. 1984 erhielt man das bronzene und 1986 das silberne Beil.

 

1990 konnte unsere Feuerwehr ihr 100 jähriges Bestehen feiern. Dies wurde natürlich auch gemacht. Begonnen wurde mit einem Festkommers am 18. Mai. 1990, 19. Mai 1990 folgte dann der Kreisfeuerwehrtag. Eine große Gratulantenschar überbrachte unserer Wehr viele Glückwünsche.  

 

Im Jahr 1995 bekam unsere Wehr ihr jetziges Feuerwehrfahrzeug (LF8/6) und nach 15 Jahren im  Amt als Wehrführer gab Eberhard Schwenck das Amt an Peter Strüven ab.

 

Im Januar 2019 stellte sich Peter Strüven nach 24 Jahren als Wehrführer nicht mehr zur Wiederwahl. Mit Sven Wieting (Wehrführer) und Karsten Strüven (stellv. Wehrführer) stellten sich zwei junge, engagierte Feuerwehrkameraden zur Wahl. Am 22.03.2019 verlieh die Gemeinde Neuenbrook Peter Strüven  im Rahmen einer kleinen Feier mit den Titel des Ehrenwehrführers.

Verleihung


 Freiwillige Feuerwehr Neuenbrook 2013

So präsentierte sich die Feuerwehr Neuenbrook 2011.

 

Wir sind allerdings nicht immer so gebügelt. Viel öfter, als in unserer Ausgehuniform trifft man uns in roter oder dunkelblauer Arbeitskleidung mit Helm und Handschuhen, entweder bei einem unserer Dienstabende, oder Nachts, bei Sturm und Regen, gern während andere feiern, meißt zu für den einzelnen ungünstigen Zeitpunkten.

 

Denn Feuerwehr bedeutet für uns nicht schicke Uniform und hohe Dienstgrade, sondern:

Freiwillige Feuerwehr Neuenbrook 2011

 

Helfen

Ausrücken,wenn andere Hilfe benötigen. Da sein, auch wenn es nicht passt. Machen, was sonst keiner tut.

 

Nicht nur bei Feuer, sondern auch in anderen Notlagen wie überflutetem Keller, Autounfall oder sonstiger Gefahr für Leib und Leben.

 

Dafür sind wir in der Freiwilligen Feuerwehr. Weil wir wissen, dass jeder einmal Hilfe brauchen könnte, und es Menschen geben muss, die dann helfen können.

 

Um helfen zu können, bedarf es aber einiger Vorbereitung. Fachwissen über den sicheren Umgang mit Material und Werkzeug, aber auch der Umgang mit Menschen und Erste Hilfe müssen immer wieder geübt und aufgefrischt werden. Aufgabenverteilung im Notfall, Delegation von Aufgaben und Verantwortung, sowie Einschätzen von Gefahrenlagen sind dabei die Aufgaben unserer Wehr- und Gruppenführer.

 

Um dafür fit zu sein machen wir unsere Dienstabende. Im Laufe der Zeit ändern sich die Ausrüstung und Vorgehensweisen zum Teil beträchtlich. Um hier mit den neuen Geräten wie dem Sonderstrahlrohr für F-500, neuen Vorgehensweisen bei der ersten Hilfe oder ab demnächst Digitalfunk vertraut zu sein, bedarf es der ständigen Übung und Wiederholung.

 

Dass dabei eine tolle kameradschaftliche Gruppe entsteht, die mit Spaß und Freude aber auch dem notwendigen Ernst ihren Dienst versieht, ist ein willkommener und nicht zu unterschätzender Faktor. Diese Kameradschaft erleichtert, daß sich im Ernstfall jeder auf jeden verlassen kann. Wir pflegen sie nicht nur auf den Dienstabenden, sondern auch während zahlreicher anderer Veranstaltungen rund um das Dorf. Sei es beim jährlichen Laternenumzug, mit Aktionen z.B. zur 775 Jahrfeier oder durch Brandwache während der Apfelscheunenfete der Landjugend.

 

Zur Alarmierung ist eine Teilgruppe von uns mit Piepern ausgestattet, um auch ohne Sirenenalarm benachrichtigt  zu werden. Es ist ja nicht immer notwendig, dass gleich die ganze Wehr ausrückt, oder das für eine Ölspur das ganze Dorf per Sirene aufgeweckt wird. Mit den Piepern bzw über SMS-Liste können wir so auch einmal mit einer kleineren Anzahl von Kameraden losfahren, wenn ein Einsatz nicht mehr verlangt. Bei Vollalarm stehen dann aber bis zu 29 Kameraden zur Verfügung.

 

Im Jahr 2013 hatten wir unter anderem Einsätze während des Orkans „Christian“, einen Wohnungsbrand, mehrere Keller mussten entwässert werden, und einige Autounfälle bedurften unserer Aufmerksamkeit.

 

Natürlich haben wir auch Spaß an der Sache an sich. Wenn die Freiwillige Feuerwehr nur eine lästige Pflichtübung wäre, hätte diese sicherlich nicht schon seit 125 Jahren Bestand in unserem Dorf.

 

Wir freuen uns, dass auch unsere Jugendfeuerwehr sehr gut besucht ist und die Jugendlichen Freude an der Sache haben. Unser Jugenwart Harald Strüven kümmert sich mit viel Einsatz um die Jugendlichen und wird dabei von Dirk Haase, sowie einigen Kameraden die als Ausbilder zur Verfügung stehen, unterstützt.

 

Mit der aktiven Jugendarbeit in diesem Bereich bilden wir nicht zuletzt unseren Nachwuchs aus. Zwar kann man sich in jedem Alter entschließen der Feuerwehr beizutreten, aber ein Großteil der heutigen Feuerwehrgeneration war früher einmal in einer Jugendfeuerwehr und hat schon früh den Umgang mit der Materie gelernt. Dieses Wissen geben wir nun gerne an den Nachwuchs weiter.

 

So kommt es, dass unsere dienstältesten aktiven Mitglieder bereits seit 1973 in der Feuerwehr sind. Immerhin stolze 40 Jahre.

 

Falls dieser Beitrag Ihr Interesse geweckt hat, sich in der Freiwilligen Feuwerwehr zu engagieren, sei es als aktives oder als passives Mitglied, dann sprechen sie uns doch einfach an:

 

Wehrführer Sven Wieting und sein Stellvertreter Karsten Strüven freuen sich über Ihr Interesse.

(Foto eines Dienstabends: fachgerechte Zugangserleichterung mittels Schere und Spreizer wird an einem gespendeten Frahzeug geübt)

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